Modellprojekt Demographie

15.11.2011

Antworten auf den demografischen Wandel: Von der arf GmbH begleitetes Modellprojekt wird auch in der Umsetzungsphase gefördert

Auch bei den nächsten Schritten wird das Projekt „Systemwechsel in der Finanzierung der Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf“ vom Bundesministerium des Innern gefördert. Das war eine der Botschaften auf der Tagung „Neue Wege gehen“ am 02. November in Berlin. Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Herrn Dr. Christoph Bergner, stellten sechs Modellprojekte ihre Ergebnisse aus der Konzeptionsphase vor. Unter dem Titel „Daseinsvorsorge 2030 - eine Antwort auf den demografischen Wandel" hatten sie innovative Antworten gefunden, mit denen insbesondere der ländliche Raum den akuten Herausforderungen begegnen kann.

Die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf ist Trägerin eines der Modellprojekte mit der Kurzbezeichnung „KitaMobil“. Für die Verbandsgemeinde hatte die arf GmbH zunächst errechnet, dass sich die Zahl der zu betreuenden Kinder im Kita-Alter bis 2030 um mehr als 40 Prozent verringern wird. Im Rahmen der Daseinsvorsorge möchte die Verbandsgemeinde gleichwohl ein qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot in Verbindung mit einer wohnortnahen Versorgung gewährleisten.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die arf GmbH das Finanzierungssystem der 16 Kindertagesstätten ausführlich analysiert und unter anderem folgende Empfehlungen erarbeitet:  

  • Öffentliche Mittel: Die Verbandsgemeinde stellt ihr Finanzierungssystem von einer Defizitfinanzierung auf eine Pauschalfinanzierung um. Im Zuge dessen wird auch das Berichtswesen zu den Einnahmen und Ausgaben der 16 Kitas reorganisiert, so dass sich aus gezielten Vergleichen der Einrichtungen noch mehr Informationen für Optimierungspotenziale ergeben können.
  • Unterstützung durch Unternehmen: Die Einwerbung von Spendern und die Gewinnung von Sponsoren wird noch besser koordiniert und systematisiert. Dazu übernimmt die Verbandsgemeinde zum Beispiel Instrumente aus dem Fundraising – soweit sie für die Gegebenheiten vor Ort geeignet sind.
  • Ehrenamtliches Engagement: Unterstützer, die sich bislang fallweise zum Wohle der Kinder engagiert haben, sollen zu dauerhaften Partnern werden. Dazu werden schriftliche Vereinbarungen abgeschlossen. Die Ehrenamtlichen profitieren dabei unter anderem von einem besseren Versicherungsschutz.

Die Verbandsgemeinde hat noch während der Konzeptionsphase erste Empfehlungen der arf GmbH umgesetzt.

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Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner (1.v.r.), feierten das Projektteam und seine Unterstützerinnen und Unterstützer den Abschluss der Konzeptionsphase. Dominik Becker (2.v.r.) hatte das Projekt von Seiten der arf GmbH begleitet.
(Foto: Gäde, LandLeute GbR)

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